Zu einem informativen Gedankenaustausch war SPD-MdL Bernhard Roos zusammen mit dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Axel Scherzer, dem Juso-Kreisvorsitzenden Stephan Köberl und dem Freyunger SPD-Ortsvorsitzenden Dieter van der Heyden zur Firma Bachl in Deching (Röhrnbach) gekommen. Roos betonte, ihm sei es ein zentrales Anliegen, die unternehmerischen Strukturen seiner Betreuungsregion direkt vor Ort zu kennen.
Der Leiter des Geschäftsbereiches, Herr Norbert Peter, stellte den Bachl’schen Betrieb vor. Dieser beschäftigt insgesamt 1400 Mitarbeiter, davon ca. 500 im Landkreis Freyung-Grafenau und ist auch im Ausland, etwa in Italien, Ungarn, Österreich tätig. Hergestellt werden bei Bachl sowohl Baustoffe (z.B. Transportbeton) als auch Kunst- und Dämmstoffe (Styropor, Pur, Parlit); darüber hinaus ist man im Bereich Baudienstleistungen aktiv. Ausführlich erläuterte Peter dem Abgeordneten Roos das Leitmotiv der Firma: „Gemeinsam Werte schaffen“, welches unter fünf Aspekten betrachtet wird. Erstens sei ein Bauwerk immer eine Gemeinschaftsleistung unter Beteiligung vieler Akteure. Zweitens beziehe sich Aspekt des Gemeinsamen auf ein gutes Verhältnis zu den Mitarbeitern, was sich u.a. in leistungsgerechten Löhnen, einem angenehmen Arbeitsumfeld, Arbeitsplatzsicherungsgarantie und einer offenen Gesprächskultur manifestiere. Drittens bestehe „Gemeinsam Werte-Schaffen“ darin, den Wert des Unternehmens zu steigern, wozu man als Firma kreditwürdig bleiben müsse. Viertens schaffe man gemeinsam Werte, weil man Teil der Region und damit eingebunden in ein Beziehungsgeflecht aus Behörden, Politik, etc. sei. Schließlich verlange das „Gemeinsam-Werte-Schaffen“ eine überdurchschnittliche Vernetzung mit anderen Firmen zur Bildung strategischer Partnerschaften. Wie Firmenchef Bachl betonte, habe man mit dieser Philosophie langfristige Werterhaltung und Nachhaltigkeit im Blick.
MdL Roos zeigte sich nach den Ausführungen erfreut über die Expansion und Internationalisierung des Bachl’schen Imperiums; gleichzeitig, so der MdL, sei das gewachsenen Familien-Unternehmen gut für die Region. Von Roos nach der Zukunft der Firma befragt, meinte Bachl, oberstes Gebot sei, „das Ohr am Markt zu haben“. Zur Zeit sei ein vorrangiges Thema das „Energetische Bauen bzw. Sanieren. Der Trend gehe in Richtung „Null-Energie-Haus“ bzw. „Energieautarke Gebäude“. Der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Axel Scherzer merkte hierzu an, dass die energetische Sanierung wichtig sei, weil dadurch der Bestand alter Häuser gesichert werde und gleichzeitig den Menschen in der Bayerwald-Region Arbeitsplätze zu gegeben werden. In diesem Zusammenhang lobte Firmenchef Bachl die Verdienste der ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Bruni Irber, welche die „Bausaison-Kurzarbeiter-Regelung“ mit durchgesetzt habe. Er, so Bachl, würde es begrüßen, wenn diese Regelung auch auf das Betongewerbe ausgedehnt werden könne, und trat mit diesem Wunsch an den Landtagsabgeordneten Roos heran, welcher versprach, sich darum zu kümmern. Zum Schluss wollte Axel Scherzer vom Firmenchef noch wissen, ob es aus seiner Sicht möglich sei, Bauprojekte kostengünstiger zu gestalten. Die Antwort lautete, dass vor allem der Straßenbau einen ungeheuren planungsmäßigen Aufwand erfordere, weil sehr viele Akteure mitwirkten. Man müsse also „gemeinsam Werte schaffen“ – womit man wieder bei der Bachl’schen Unternehmensphilosophie angelangt war.